Polymorphe Lichtdermatose "Sonnenallergie"!

 

Diese häufige unangenehme Hauterkrankung tritt meist unpassend Sommerzeit auf, wenn oft der lang ersehnte Urlaub im Süden, in den Bergen oder am Meer durch die juckende, gerötete und "pickelige" Haut beeinträchtigt wird. Auch im Ski Urlaub treten Polymorphe Lichtdermatosen auf.

"Sonnenallergie" ist keine echte Allergie, auch wenn es modern ist, jede plötzlich auftretende juckende und störende Hautveränderung als Allergie zu bezeichnen.

"Allergie" ist eine krank machende überschießende Ig E vermittelte Antigen -Antikörper Reaktion unseres Immunsystems.

Der Mensch kann vielfältige Überempfindlichkeitsreaktionen z.B. auf Speisen, Getränke, Medikamente etc. zeigen, ohne dass eine klassische Allergie vorliegt.

Auch toxische Reaktionen Allergien vortäuschen.

"Sonnenallergie" - volkstümlich auch "Mallorca-Akne" - heißt medizinisch richtig "Polymorphe Lichtdermatose", eine durch (Sonnen-) Licht hervorgerufene Hauterkrankung (Dermatose) mit sehr vielgestaltigen (polymorphen) Hautveränderungen. Neben juckender, brennender Hautrötung können auch kleine bis große bläschenförmige, aber auch Akne ähnliche Reaktionen auftreten. Befallen sind meist die Oberarme, Schultern und das Dekolleté‚ viel seltener die übrigen Körperregionen.

Auslöser dieser unangenehmen Hautveränderungen sind die ultravioletten (UV-) Strahlen der Sonne. Typisch ist das Auftreten nach dem ersten Sonnenbad im Frühjahr, wenn im Süden der erste Tag am Strand verbracht wurde, oder das Auftreten im Gesicht beim Ski Urlaub in den sonnigen Bergen.

Der Krankheitsverlauf variiert. Bei einigen Patienten kommt es nach einigen Tagen zu einer gewissen Gewöhnung; die Reaktion nimmt ab. Andere Betroffene leiden wiederum in zunehmenden Maße und sind im wahrsten Sinne des Wortes „krank“.

Um einer Polymorphe Lichtdermatose vorzubeugen oder wenigstens die Beschwerden zu lindern, muss mit Sonnenlicht vernünftig umgegangen werden.

Der erste Sonnenkontakt sollte behutsam und von kurzer Dauer sein!

(Man kann versuchen, sich bereits vor der sonnenreichen Jahreszeit durch kurze, langsam steigende Dosen UV-Licht (Solarien) die Haut an das Sonnenlicht zu gewöhnen. Das natürliche Sonnenlicht wird dann besser vertragen. Dieses Vorgehen sollte jedoch nur Ausnahmen vorbehalten bleiben, da hier jede Übertreibung zu irreversibler Hautschädigung führt!)

Schatten, Bekleidung mit UV - Schutz Gewebe sowie Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sind die bessere Alternative!

Sonnenschutzmittel ohne Lipid- und Emulgatorzusatz werden oft besser vertragen.

Generell gilt: Medikamente sollten nur dann genommen werden, wenn Vorsicht und Schutz nicht ausreichen.

Bei starken Beschwerden können Medikamente helfen, die auch bei allergischen Erkrankungen wirken, sogenannte "Antihistaminika" z.B. Zyrtec®. 3 Tage vor dem „Urlaub“ und während der ersten Woche gegeben, kann eine „Sonnenallergie“ meist verhindert werden.

In schweren Ausnahmefällen können Cortison Tabletten akut  helfen.

Andere vorbeugende Medikamente, um ohne Reue ausgiebig bräunen zu können, sind unsinnig und gefährlich!

Wir wissen nicht sicher, welche Faktoren letztendlich zum Auftreten einer Lichtdermatose führen. Betrachten Sie bitte die Reaktion als Warnung Ihrer Haut!

Meiden Sie zu starke Strahlungsbelastungen!

Es gehört zur Allgemeinbildung, dass starke und häufige Sonnenbestrahlungen zwar kurzfristig dem Aussehen schmeicheln, aber langfristig die Haut irreversibel schädigen, die Haut altern lassen und zu erhöhtem Hautkrebsrisiko führen!


Sonnenbrand ist fahrlässige Körperverletzung !


20 Minuten vor der Sonne Sonnenschutzmittel auftragen.

Mittags zwischen 11 Uhr und 15 Uhr Sonne meiden!

Sonnenschutzkleidung!

Sonnenbrille mit UV Schutz!